Die Entwicklung der „dünnen Geldbörsen“ anhand der Materialveränderungen: Von Tyvek zu Ziegenleder.

Das Streben nach minimaler Dicke ist eine Geschichte, die nicht nur strukturelle, sondern auch materialtechnische Herausforderungen mit sich bringt. Die Tenuis-Serie hat in jeder Entwicklungsphase völlig unterschiedliche Materialien eingesetzt, um die optimale Lösung zu finden.

Das ursprüngliche Tenuis1-Modell verwendete Tyvek, ein hochdichtes Polyethylen-Vlies, das auch in Baumaterialien und Schutzkleidung zum Einsatz kommt. Es handelt sich um ein Material, das so dünn wie Papier ist, aber dennoch eine unglaubliche Reißfestigkeit aufweist.

Bei genauerer Betrachtung der praktischen Anwendbarkeit traten jedoch einige Herausforderungen zutage. Die von uns mit Tenuis2 getesteten Kunststoffe waren zwar hinsichtlich Dünne und Formbeständigkeit hervorragend, ihre Steifigkeit beeinträchtigte jedoch die Haptik der Geldbörse.

Und was ich schließlich bei Tenuis3 verwendet habe, war „Ziegenleder“.

Ziegenleder vereint Dünne und geschmeidige Festigkeit – Eigenschaften, die Kunststoff nicht besitzt. Dank seiner hohen Faserdichte reißt es selbst bei extremer Ausdünnung nicht und passt sich flexibel der Form der Karte an. Kunstleder kann diese Eigenschaften zwar nachahmen, aber nicht die Haptik von Naturmaterialien.

Ziel war es, ein Lederprodukt zu entwickeln, das nicht klobig ist und sich dennoch unglaublich geschmeidig anfühlt. Die Rückkehr zu natürlichen Materialien nach dem Einsatz von Hightech-Materialien war das Ergebnis unseres Strebens nach Perfektion. Nach der Materialwahl widmeten wir uns der Konstruktion.

Nachfolgend sind Produkte aus der Serie Tenuis aufgeführt, die aus Ziegenleder gefertigt sind.

Tenuis Canvas-Version der 3. Generation
https://solahanpu.com/products/tenuis-third-canvas

Tenuis 3. Generation
https://solahanpu.com/products/tenuis-third

Tenuis 4. Generation
https://solahanpu.com/products/tenuis-fourth

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